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Rostock, Germany, 23.05.2007
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G8: Lokale soziale Rechte global verteidigen
Aufruf zur Beteiligung lokaler und städtischer Sozialbewegungen an den G8 Protesten
Die Politik der G7/G8 zu Gunsten des eigenen Wirtschaftswachstums, der multinationalen Konzerne und globalen Finanzmärkte trägt seit Jahrzehnten die Hauptverantwortung für die weltweite Plünderung von Natur und Arbeitskraft, für die Zerstörung lokaler Ökonomien und eigenständiger Entwicklungsperspektiven, für die Untergrabung von Markregulation und sozialen Standards, für die Privatisierung von Gemeineigentum und öffentlichen Diensten.
Den Preis für diese Entwicklung zahlen all die Menschen, die Opfer von Finanzspekulationen, Sonderwirtschaftszonen, ungerechten Handelsabkommen, Privatisierungen oder Großprojekten werden.
Während eine Minderheit immer reicher wird, zahlen den Preis vor allem die ärmeren Menschen in den Städten und auf dem Land, in informellen Siedlungen und benachteiligten Stadtgebieten, in den Slums, Favelas, Barrios der Welt. Den Preis zahlt das Weltklima, von dessen Wandel erneut die armen Bewohner armer Weltregionen am heftigsten betroffen sind.
Trotz einigem Geredes über Hilfen für Afrika und das Weltklima ist nicht zu erkennen, dass die G8 ihre Politik ändern. Deren Strategien sind in keiner Weise demokratisch legitimiert, sie basieren auf Partikularinteressen und nicht auf dem Menschen- und Völkerrecht.
Deshalb schließen wir uns den Protesten gegen die Politik der G8 in Rostock und Heiligendamm an.
Mit einer Reihe von Veranstaltungen im Rahmen des Alternativ-Gipfels und der Protest-Camps wollen wir die Bedeutung der wirtschaftlichen Globalisierung und der G8-Politik für die lokale Entwicklung und die lokalen Lebensverhältnisse verdeutlichen. Wir wollen gemeinsam Strategien diskutieren, wie die lokalen Sozialbewegungen ihre Kämpfe gegen Zwangsräumung und Vertreibung, gegen Spekulation und Privatisierung, für das Recht auf Wohnen und Stadt, das Recht auf Wasser und Land globalisieren können.
Knut Unger, Habitat Netz
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